Klimaschutz als Bildungsziel

1. Projektbeschreibung

Praxisleitfaden Bildung im kommunalen KlimaschutzMit diesem Leitprojekt setzte sich die Landesregierung das Ziel, Klimaschutz und Klimafolgenanpassung als Bildungsziel in den einzelnen Bildungsbereichen gemeinsam mit den nordrhein-westfälischen Bildungsakteurinnen und Bildungsakteuren sowie mit Unterstützerinnen und Unterstützern zielgruppengerecht zu verstärken und deutlicher zu profilieren.

Gerade auf kommunaler Ebene werden von den Kommunen auf freiwilliger Basis vielfältige Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen. Eine im Jahr 2013 im Rahmen dieses Leitprojektes vom MKULNV geförderte Kurzstudie der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e. V. (LAG21 NRW) zu den Klimabildungsaktivitäten der NRW-Kommunen identifizierte aber gleichwohl weiteres Entwicklungspotenzial, Klimabildung als ein eigenständiges Handlungsfeld von Kommunen zu etablieren. Kommunen haben direkten Einfluss, verschiedene Lernprozesse zu initiieren und bieten mit starken Netzwerkpartnerinnen und -partnern ein hohes Mobilisierungspotenzial für ein vernetztes Handeln vor Ort. Dieses Entwicklungs- und damit Wirkungspotenzial gab Ausschlag für eine Konzentration des Leitprojektes auf die kommunale Ebene.

2. Projektziele

  • Klimabildung soll ein möglichst verbindliches, integratives und systematisches Handlungsfeld für Kommunen und ihre Klimaschutzkonzepte werden.
  • Entwicklung eines Leitfadens mit praktischen Handlungsempfehlungen zur fachlichen Unterstützung der Kommunen bei der Integration von Klimabildung in bereits bestehende und künftige kommunale Klimaschutzkonzepte.
  • Vernetzung der Kommunen zu Klimabildung sowohl untereinander als auch mit relevanten Bildungspartnern.

3. Projektaufbau und -durchführung

Zentrale Maßnahme war die Erarbeitung des beschriebenen Leitfadens. In einem partizipativen Prozess mit Kommunen und Bildungsakteurinnen und -Akteuren erstellt, soll dieser Leitfaden eine fachliche Unterstützung für alle in kommunalen und regionalen Bildungsnetzwerken agierenden Partnerinnen und Partner sein. Ein Schwerpunkt des Leitfadens liegt auf praktischen Handlungsempfehlungen zur Integration von Klimabildung in bestehende und künftige kommunale Klimaschutzkonzepte.

Folgende Meilensteine beschreiben den Verlauf des Leitprojekts:

  • Ausrichtung des Themenforums "Klimabildung voranbringen – Ein Erfolgsfaktor für kommunale Stadtentwicklung in der Diskussion" auf dem Deutschen Nachhaltigkeitstag für Kommunen in Düsseldorf am 22.11.2013. Hier wurde die oben erwähnte "Kurzstudie Bildungsaktivitäten Klima-schutz/Klimaanpassung" der LAG21 NRW der Öffentlichkeit präsentiert.
  • Ausrichtung von zwei partizipativen Workshops (26.3.2014 und 3.9.2014) zur Erarbeitung des Leitfadens. Unter Beteiligung von BnE-Agentur, Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA), LAG21 NRW, EnergieAgentur.NRW (inkl. Klimanetzwerker), Kommunal Agentur NRW und Projektträger Jülich wurden mit Unterstützung interessierter Kommunen und unter Berücksichtigung von Good Practice Beispielen praxisnahe Empfehlungen zur systematischen Etablierung von Klimabildung als ein eigenständiges Handlungsfeld von Kommunen erarbeitet. Der Leitfaden steht im Kontext des nach einem umfangreichen Beteiligungsverfahren am 16.6.2015 vom Kabinett verabschiedeten Entwurfs des Klimaschutzplans Nordrhein-Westfalen. Das Leitprojekt ist dort im Bereich Klimafolgenanpassung unter "Information, Bildung, Netzwerke" als Maßnahme "Klimabildung in Kommunen verstärken und profilieren" in den Klimaschutzplan NRW aufgenommen worden.

4. Ergebnisse und Perspektiven

Der Leitfaden wurde im Oktober 2015 als Broschüre des MKULNV "Bildung im kommunalen Klimaschutz – ein Praxisleitfaden" veröffentlicht. Der Leitfaden wurde an alle NRW-Kommunen und viele weitere Akteurinnen und Akteure im Bereich der kommunalen und regionalen Klimabildung versendet und ist darüber hinaus als Printbroschüre beim MKULNV anzufordern und als digitale Broschüre herunterzuladen (Opens external link in new windowzur Mediathek des MKULNV).

Die Veröffentlichung des Leitfadens ist ein wichtiger Schritt zur Erreichung der Leitprojektziele. Unterstützt von verschiedenen Partnerinnen und Partnern wie z.B. der Kommunal Agentur NRW, der EnergieAgentur.NRW oder dem Bildungszentrum für die Ver- und Entsorgungswirtschaft (BEW) gilt es nun, Kommunen für die Arbeit mit dem Leitfaden zu motivieren und sie bei der Umsetzung der Handlungsempfehlungen zu unterstützen.

Ansprechpartner für das Leitprojekt ist Opens window for sending emailChristian Eikmeier aus der BNE-Agentur NRW.