Es ist soweit, die Kampagne "Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit" startet in einen neuen Kampagnenzeitraum 2016-2020!

Alle Schulen, Kindertagesstätten und Netzwerke aus NRW können sich online unter Opens external link in new windowwww.schule-der-zukunft.nrw.de für die neue Kampagnenphase anmelden. Für Netzwerke läuft die Anmeldefrist bis zum 31.12.2018.

1. ProjektbeschreibungLogo Schule der Zukunft

Die Kampagne "Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltigkeit" - als eines von fünf Leitprojekten der Landesregierung - motiviert Schulen aller Schulformen aus NRW und außerschulische Bildungspartnerinnen und -partner, BNE stärker in den Unterricht und in den Schulalltag zu integrieren. Beteiligen können sich auch einzelne Kindertageseinrichtungen. Die Kampagne bietet die Möglichkeit,

  • für Inhalte der BNE zu sensibilisieren,
  • Gestaltungskompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern,
  • Kooperation und Vernetzung zwischen den Partnerinnen und Partnern zu unterstützen
  • und die Beteiligten für ihre Projekte zur BNE auszuzeichnen.

2. Projektziele

Die Kampagne verfolgt die Ziele,

  • eine möglichst große Anzahl an Schulen, außerschulischen Partnerinnen und Partnern sowie ihre Netzwerke über die Teilnahme an der Kampagne für eine stärkere Orientierung am Bildungsansatz BNE zu gewinnen,
  • vor allem Schulen durch verschiedene Angebote dabei zu unterstützen, BNE in der Schulpraxis stärker umzusetzen und bei ihrer Unterrichts- und Schulentwicklung stärker zu berücksichtigen sowie
  • das Engagement der Beteiligten durch die Verleihung von Auszeichnungen zu würdigen und sie so zur weiteren Profilierung im Bereich einer nachhaltigen Entwicklung zu motivieren.

Die Kampagne richtet sich sowohl an Einrichtungen, die sich erstmals mit BNE befassen, als auch an solche, die bereits erhebliche BNE-Erfahrungen haben.

3. Projektaufbau und -durchführung

Grundlage der Kampagne "Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltigkeit" sind eine Kooperationsvereinbarung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung (MSW) und des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbrauchschutz (MKULNV) vom 16.09.2008, die eine Laufzeit bis zum Ende der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" vorsah, sowie der Kabinettbeschluss vom 14.02.2012, der die Landeskampagne zu einem der fünf Leitprojekt im Umsetzungsprozess der UN-Dekade machte.

Die Landeskoordination wird von der Natur- und Umweltschutzakademie des Landes (NUA) in Recklinghausen wahrgenommen. Die NUA stellt den teilnehmenden Einrichtungen eine Reihe von begleitenden Angeboten regionaler und überregionaler Unterstützung zur Verfügung. Begleit- und Fachveranstaltungen informieren über die Kampagne, geben Fachinputs und die Möglichkeit zum informellen Austausch. Hinzu kommen Kongresse, Exkursionen, Wettbewerbe und eine zentrale Internetplattform Opens external link in new windowwww.schule-der-zukunft.nrw.de samt Newsletter. Freigestellte Lehrkräfte unterstützen die NUA als Regionalkoordinatorinnen und -koordinatoren bei der Kontaktpflege mit den Schulen und der Umsetzung der Angebote. 

Die Teilnehmenden registrieren sich auf der Internetseite der Kampagne und dokumentieren dort ihre Aktivitäten. Eine Jury vergibt für Schulen eine dreistufige Auszeichnung. Für Kitas ist eine Auszeichnungsstufe festgelegt. Darüber hinaus wird die Sonderauszeichnung "Netzwerk der Zukunft" an Zusammenschlüsse der Teilnehmenden samt Partnereinrichtungen vergeben. Die Auszeichnung erfolgt in regionalen festlichen Auszeichnungsfeiern im letzten Jahr des jeweils mehrjährigen Kampagnenzeitraums.

Im Zeitraum 2012-2015 erfolgte ein Ausbau der Kampagne. Nicht nur die Zahl der teilnehmenden Schulen sollte erhöht werden, auch die Integration aktueller Zukunftsthemen wie Klimaschutz und Klimaanpassung, Energiewende, Verbraucherbildung und Globales Lernen wurde verfolgt. Zudem sollte die Kooperation der Schulen mit außerschulischen Partnerinnen und Partnern und die Zusammenarbeit in Netzwerken verstärkt werden.

4. Ergebnisse und Perspektiven

Schule der Zukunft - Foto: NUA NRWDie Zahl der beteiligten Schulen stieg in den vergangenen Kampagnenzeiträumen kontinuierlich. Waren es 2003-2005 (Kampagnentitel "Agenda 21 in der Schule") noch 200 Einrichtungen, werden im Zeitraum 2012-2015 insgesamt 494 Schulen, 28 Kitas und 25 Netzwerke ausgezeichnet. Hinsichtlich der thematischen Erweiterung der Kampagne wurden ebenfalls Fortschritte gemacht.

MSW und MKULNV haben im Jahr 2014 eine Evaluation der Kampagne in Auftrag gegeben. Ziel der externen Evaluation war es, Hinweise für die weitere Konzeption und Umsetzung der Kampagne ab 2016 zu erhalten. Zu diesem Zweck sollten Gelingensbedingungen für die Umsetzung der Kampagne untersucht und Ansatzpunkte dafür aufgezeigt werden, wie die Kampagne in Zukunft weiterentwickelt werden kann, sodass sie eine möglichst große Wirkung entfaltet. Im Zentrum der Evaluation stand die Arbeit der Schulen im Rahmen ihrer Beteiligung an der Kampagne. Insbesondere richtete sich der Blick auf die qualitative Weiterentwicklung von BNE-Prozessen in den Schulen bei der Beteiligung an der Kampagne sowie auf die Rahmenbedingungen für eine Verstetigung ihrer Aktivitäten.

Auftragnehmerin der Evaluation war die Fa. Ramboll. Die wesentliche Datengrundlage lieferte ein von 280 Schulen ausgefüllter Online-Fragebogen, ergänzt um qualitative Interviews mit Schulleitungen, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, sowie Partnerinnen und Partnern. Die Evaluationsstudie wurde Anfang 2015 abgeschlossen. Ein Abschlussworkshop fand am 12.12.2014 statt. Alle Ergebnisse wurden auf der Opens external link in new windowInternetseite der Kampagne veröffentlicht.

MSW und MKULNV haben sich auf die Fortführung der Kampagne für 2016-2020 verständigt. Die Kampagne wird dabei eine konzeptionelle Weiterentwicklung im Lichte der Evaluationsergebnisse erfahren.

Aktuelles Informationsmaterial zur Kampagne 2016-2020:

Weitere Informationen sowie Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Kampagne „Schule der Zukunft“ finden Sie hier: Opens external link in new windowSchule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit.